- Project Runeberg -  Ätten Rehbinder genom åtta sekler /
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(1925) [MARC] Author: Victor Rehbinder
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Andra delen: stamtabeller - 3. Estländska ättegrenen - Stamhuset Uddrich

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Kanst Du noch unsre Seufzer hören,
Wird dies nicht Deine Ruhe stöhren;
So komm, in Mitleid eingehüllt.
Sieh uns, sieh, wie dort in der Wiege
Ein unerzogner Waise liege,
Des Jammers unbewuszt, der unsre Brust erfüllt.

Sieh, wie wir weinen, wie wir klagen,
Wie wir uns unsern Kummer sagen,
Der furchtbar durch die Seele bebt.
Wir weinen; — wer hemmt unsre Schmerzen?
Wir klagen; — wer heilt unsre Herzen?
Die ein geschärfter Dolch mit heiszer Wuth durchgräbt.

Sieh unsern Vater — GOtt! — Er bebet,
Sein Auge starrt ganz unbelebet
Auf die erblaszte Leiche hin.
Denn sieht Er auf uns. — Ihn durchwühlet
Ein schleichend Weh — wie Eisz; — Er fühlet
Den Gram, der in uns sitzt, zehnfach in Seinem Sinn.

Und keine Zähre hemmt Sein Leiden,
Die Zähre, die bey Traurigkeiten,
Die Quelle unsrer Lindrung ist.
Er seufzt und schlägt die Augen nieder,
Blickt auf den Sarg und seufzet wieder;
Sein Mund verschweigt die Qual, die Seine Brust verschlieszt

Doch plötzlich flieszt Dein Auge über,
Dein Antlitz, welches erst viel trüber,
Viel düstrer, als ein Grabmahl, war,
Entfaltet sich! — o Vater / zeige,
Sag’, wer beut Dir bey dieser Leiche
So vielen süszen Trost, so viel Erquickung dar?

GOtt ist’s, sprichst Du / Er läszt mich hoffen,
Er macht mein trübes Auge offen,
Er mischet Lindrung in die Pein.
Seht, Kinder, auf die Mutter nieder,
Seht, wie die Schmerzgewohnten Glieder,
Von allem Schmerz’ befreyt, in ihrer Ruhe seyn.

Wir fühlen’s, Vater / und befehlen
Dem Schrecken uns nicht mehr zu quälen.
GOtt ist’s und die Religion,

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