- Project Runeberg -  Lehrbuch der physiologischen Chemie /
875

(1910) [MARC] Author: Olof Hammarsten - Tema: Chemistry
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 18. Der Stoffwechsel bei verschiedener Nahrung und der Bedarf des Menschen an Nahrungsstotfen - V. Der Bedarf des Menschen an Nahrung unter verschiedenen Verhältnissen

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Nalu’ungsbedarf des Menschen.
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der aufgenommenen Nahrungsmittel, sondern auch das relative Mengenverhaltni^s
der verschiedenen organischen Nährstoffe
deutende Schwankungen zeigen werden. Allgemem gulfge Zahlen für das
tägliche Nahrungsbedürfnis des Menschen lassen s.ch also mcht angeben, hur
bestimmte Kategorien von Menschen, wie für Arbeiter, Soldaten usw., lassen
sich dagegen Zahlen aufstellen, welche für die Berechnung der taghehen Kost-
ration sich einigermasseu verwerten lassen.
Auf Grundlage seiner Untersuchungen und einer sehr reichen Erfahrung
hat VoiT mittlere Zahlen werte für das tägliche Kostmass des Erwachsenen auf-
gestellt. Als solches berechnet er
Eiweiss Fett Kohlehydrate Kalorien
für Männer 118 g 56 g 500 S 2810
wozu iedoch zu bemerken ist, dass diese A.igahen auf einen Mann von 70 bis
75 kg Körpergewicht, welcher 10 Stunden täglich mit nicht zu anstrengender
Arbeit beschäftigt ist, sich beziehen.
Das Nahrungsbedürfnis mässig arbeitender Frauen durfte auf etwa /s
von dem des arbeitenden Mannes zu veranschlagen sein, und den obigen Zahlen
entsprechend könnte man also als tägliches Kostmass bei massiger Arbeit
fordern
Nahrungs-
bedürfnis.
für Frauen
Eiweiss Fett Kohlehydrate Kalorien
Q4 er 45 s 400 2240
Das Verhältnis des Fettes zu den Kohlehydraten ist hier wie 1:8 9.
Ein solches Verhältnis kommt auch oft in der Nahrung der ärmeren Volks-
klassen, welche hauptsächlich von den wohlfeilen aber voluminösen vegetabi-
lischen Nahrungsmitteln leben, vor, während das Verhältnis in der Nahrung der
Wohlhabenderen meistens 1:3-4 sein dürfte. Es wäre gewiss auch wünschens- NaWs-
wert, wenn in den obigen Kostrationen die Menge des Fettes auf Kosten der
Kohlehydrate vermehrt werden könnte; eine solche Abänderung lässt sich aber
infolge des hohen Preises des Fettes leider nicht immer durchführen.
Bei Beurteilung der obigen Zahlen des täglichen Kostmasses darf man
übrigens nicht übersehen, dass die Zahlen für die verschiedenen Nährstoffe
Bruttozahlen sind. Sie repräsentieren folglich die Menge von Nährstoffen,
welche aufgenommen werden muss, und nicht diejenige, welche tatsächlich
zur Resorption gelangt. Die Zahlen für die Kalorien sind dagegen Netto-
zahlen.
Die verschiedenen Nahrungsmittel werden bekanntlich nicht gleich voll-
ständig verdaut und resorbiert, und in vielen Fällen wird die vegetabilische
Nahrung weniger vollständig ausgenutzt als die animalische. Dies gilt besonders Mengendes
von dem Eiweiss. Wenn also VoiT, wie oben erwähnt, den täglichen Eiweiss- biorten^Ei-
bedarf eines Arbeiters zu 118 g berechnet, so geht er dabei von der Voraus-
setzung aus, dass die Kost eine gemischte, animalische und vegetabilische ist,
und ferner, dass von den •obigen 118 g Eiweiss etwa 105 g tatsächlich resorbiert
werden. Mit dieser letztgenannten Zahl stimmen auch — wenn das ungleiche

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